Freiheit

In der Öffentlichkeit wird oft gesagt, dass wir heute keinen Mangel an Freiheit haben. Wozu braucht man eigentlich noch eine Partei, die die Freiheit als eines ihrer wichtigsten Themen hat?

 Ich sehe das anders: Wir sehen eine Türkei, auf dem Weg sich zu einer islamistischen Präsidialdiktatur entwickelt. Und wir haben in den Vereinigten Staaten gesehen, wie im Mutterland von Demokratie und Marktwirtschaft ein Mann Präsident wird, der ganz andere Töne angeschlagen hat. Es gibt keine Gewissheit mehr, dass eine offene Gesellschaft, wirtschaftliche Freiheit, Rechtsstaatlichkeit sich auf Dauer durchsetzen.

 Für den Gedanken der Freiheit – Freiheit und Verantwortung – wird viel zu wenig gekämpft.
In unserem Land hat man das Bild des mündigen Bürgers offiziell abgeschafft. Und darin unterscheiden sich die anderen Parteien nicht: Abschaffen, verbieten, neu regeln.
Von Eigenverantwortung wird viel geredet, in Wirklichkeit aber lieber mit Verboten und Geboten regiert.

Dabei sollten wir es besser wissen, was der Verlust an Freiheit und damit auch an Demokratie heißt: Wir haben in unserem Land ein unfreiwilliges Experiment durchgeführt – die Teilung Deutschlands. Auf der einen Seite ein freiheitliches, kapitalistisches System und auf der anderen Seite der real existierende Sozialismus. Wir sollten also wissen, was es heißt in einem solchen Regime zu leben. Wir sollten nicht aufhören, die Sarah Wagenknechts in unserer Republik zu fragen, wer in der DDR beruflich aufsteigen konnte? Wer den Bildungsweg seiner Wahl einschlagen konnte? Nicht der einfache Mann auf der Straße, sondern die Kader der Partei.

Es ist bis heute ein Gerücht, dass Gesellschaften im Sozialismus und Kommunismus Gleichheit schaffen.

Unser Menschenbild unterscheidet sich deutlich vom abhängigen Bürger, den es in früheren Herrschaftsformen gab. Das ist der grundlegende Unterschied, der die Freien Demokraten ausmacht: Wir möchten nicht den Staat größer machen, um ihr Leben zu kontrollieren. Wir möchten den Einzelnen stark machen, um sein Leben selbst zu gestalten! Wir wollen Chancen statt Risiken sehen, Vertrauen statt Misstrauen.


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