Tag der Gerechtigkeit : Generalsekretärin mahnt

Die hessische FDP Generalsekretärin Bettina Stark-Watzinger mahnt zum internationalen Tag der Gerechtigkeit.

„Gerechtigkeit ist ein hohes Gut, das im momentanen Sprachgebrauch immer nur im Zusammenhang mit finanziellen Leistungen auftritt. Wer glaubt, mehr Gerechtigkeit durch Umverteilung zu erreichen, verwechselt Gerechtigkeit mit Gleichheit.“

Die wirkliche soziale Frage in unserem Land ist die Frage der Bildung. „Es kann uns nicht egal sein, dass im Jahr 2016 ca. 50.000 junge Menschen die Schule ohne Abschluss verlassen haben. Auf dem Papier ist es möglich, dass eine junge Frau mit Migrationshintergrund aus Frankfurt-Höchst Vorstand bei der Deutschen Lufthansa wird – in der Realität passiert es nur so gut wie nie.“ Gelebte Gerechtigkeit ist es, dafür zu sorgen, dass jedes Kind in Deutschland die gleichen Chancen auf beste Bildung und Ausbildung hat, damit es ein eigenständiges Mitglied unserer Gesellschaft werden kann. Gelebte Gerechtigkeit ist es, dafür zu sorgen, dass normale Arbeitnehmer auch davon leben können, was sie erwirtschaften. Gelebte Gerechtigkeit ist es auch, an die nachfolgenden Generationen zu denken, die die Entscheidungen der Großen Koalition in der Frage der Rentenpolitik zu finanzieren haben.

In Deutschland gibt es immer noch zu viele Gerechtigkeitslücken, doch anstatt hier nur darauf zu pochen, dass am Ende irgendein Ausgleich stattfinden muss, um Gerechtigkeit vermeindlich wiederherzustellen, sollten wir uns darauf konzentrieren die Voraussetzungen für Gerechtigkeit zu schaffen. Beste Bildung, ein zukunftsorientiertes Rentensystem und eine Entlastung des Mittelstands.