Muttertag muss jeden Tag sein

 

Bad Soden, 11.05.2017. Die FDP Politikerin Bettina Stark-Watzinger, selbst Mutter zweier Kinder, sieht im Muttertag nicht nur einen Tag zur Freude und des Dankes, sondern auch einen Tag der in Erinnerung rufen sollte, was Mütter in Deutschland alles leisten. „Der Tag sollte jedes Jahr wieder ein Ansporn für die Politik sein, genug Betreuungsplätze zu schaffen und Familien finanziell zu entlasten, damit Frauen – und natürlich auch Männer – eine wirkliche Wahlmöglichkeit haben, wie viel Zeit sie für Beruf oder Familie in Anspruch nehmen.“

Der Dank gelte nicht nur für Kochen, Waschen, Vokabeln abfragen und die Pausenbrote schmieren, so Stark-Watzinger. „Mütter tragen in Deutschland immer noch die Hauptlast der Familienfürsorge. Um Kinder zu bekommen und die ersten drei Lebensjahre zu betreuen, unterbrechen viele Frauen ihre Erwerbstätigkeit und steigen danach meistens nur in Teilzeit wieder in den Beruf ein.“ Die Konsequenz sind geringere Aufstiegschancen und eine niedrigere Rentenerwartung.

 

Frauen und Mütter nehmen sich in ihrer beruflichen Selbstverwirklichung deutlich mehr zurück als Männer, ein wesentlicher Grund dafür sind das immer noch mangelhafte Betreuungsangebot für Kinder unter 3 Jahre sowie die weiterhin schlecht ausgeführte Digitalisierungspolitik. „Das Homeoffice und der Abschied von der Papierbürokratie könnten ein Schlüssel sein, Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern in Deutschland deutlich zu erleichtern.“ Doch dazu müssen Anreize geschaffen und Infrastruktur aufgebaut werden. Ebenso müsse die (Straf-)Steuerklasse V, die das zweite Einkommen bei verheirateten Paaren überproportional belastet, abgeschafft werden.

 

„Statt Arbeitsschutzvorschriften für den heimischen Schreibtisch brauchen wir schnelles und stabiles Internet überall in der Bundesrepublik. Die schwarzrote Regierung hat es versäumt, den Müttern in unserem Land Danke zu sagen,“ so das Fazit von Stark-Watzinger