Erfolgsmodell „Betreuung vor Ort“ erhalten

„Dem Main-Taunus-Kreis geht es gut. Das zeigen die Zahlen des Sozialberichtes 2016, der vor kurzem veröffentlicht wurde. Aber ist alles gut? Nein, denn auch wenn die Arbeitslosigkeit weit unter dem Durchschnitt in Hessen liegt, bleibt die Vermittlung der Langzeitarbeitslosen eine große Herausforderung,“ so das Fazit der Direktkandidatin der FDP im Wahlkreis 181, Bettina Stark-Watzinger, nach einem Treffen mit dem Kreisbeigeordneten Johannes Baron und dessen Team. Die gesamtwirtschaftliche Lage des Kreises ist sehr gut, wusste Baron zu berichten. Die Arbeitslosigkeit liegt mit 3,7 Prozent unter dem Durchschnitt in Hessen. Damit kommt der Main-Taunus-Kreis der Vollbeschäftigung nahe. „Diese Entwicklung ist in großen Teilen auch ein Erfolg der Betreuung der Menschen, die Hartz IV beziehen, vor Ort. Allein im letzten Jahr konnten fast 2.400 Menschen in Arbeit vermittelt werden,“ stellt die Kandidatin der Freien Demokraten zur Bundestagswahl fest. „Für mich steht fest: Die Optionskommunen müssen in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleiben. Es muss alles getan werden, um die Versuche der Bundesagentur für Arbeit abzuwehren, wieder ein Teil der Betreuung an sich zu ziehen.“ Aufgrund der gesunkenen Betreuungsfälle ist nicht auszuschließen, dass diese wieder Aufgaben an sich ziehen möchte, z.B. im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit. „Damit verbunden wären nicht nur doppelte Betreuungsschnittstellen mit höheren Kosten in der Verwaltung. Es ginge auch die Betreuung aus einer Hand – von Jugendamt bis hin zur Arbeitsvermittlung verloren. Teurer und mit Nachteilen für die Menschen, die Unterstützung benötigen. Das ist keine zielführende Sozialpolitik,“ stellt Stark-Watzinger fest.

 

Die Freien Demokraten hatten sich in der hessischen Landesregierung von 2009 bis 2013 für eine Grundgesetzänderung eingesetzt, die die Einrichtung von sogenannten Optionskommunen möglich machte. Warum die Freien Demokraten sich für Optionskommunen stark gemacht haben, erklärt Bettina Stark-Watzinger: „Wir wollen dafür sorgen, dass in einem austarierten Verhältnis der Prinzipien des Förderns und Forderns jeder Mensch die Chance erhält, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Das System der Optionskommunen bietet hierfür einfach die besseren Voraussetzungen. Durch umfangreiche Qualifizierungsmaßnahmen, individuelle Betreuung, durch unbürokratische und transparente Maßnahmen, nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit der Kommunen mit Partnern vor Ort kann mehr erreicht werden, als vorher vielerorts möglich war.“