Breitbandausbau im Hochtaunuskreis zügig umsetzen

Der Start in das Jahr 2018 bedeutet für viele digitale Videogrüße über Social-Media-Kanäle zu empfangen und zu versenden, die Nachrichten über eine Mediathek anzusehen und den Lieblingsfilm bequem auf Netflix oder Kochrezept auf YouTube. Erschreckend daher, dass es im Königstein, dem viertgrößten „Weißen Fleck“ des Hochtaunuskreises, immer noch Haushalte gibt, die nicht mal mit einer 30 MBit-Leitung versorgt sind. Dabei sind heutzutage bis zu 400 MBit mit Glasfaser möglich. Diesen Königsteiner Bürgern ist es beispielsweise nicht mal möglich auf ihren Fernsehgeräten das mittlerweile gar nicht mehr so neue digitale Videoformat 4K zu empfangen. „Eine solche Unterversorgung führt dazu, dass nicht nur Bürger, sondern auch die Wirtschaft im digitalen Zeitalter ausgebremst werden“, kritisiert die Bundestagsabgeordnete Bettina Stark-Watzinger (FDP). Auch bei den Schulen ist die Versorgung bei weitem nicht optimal.

„Es darf nicht akzeptiert werden, dass wir im 21. Jahrhundert überhaupt noch weiße Flecken auf der Landkarte haben, vor allem nicht hier im Ballungsraum Rhein-Main und in einer Stadt wie Königstein“, so Stark-Watzinger (FDP) weiter. „Ich begrüße es daher natürlich, dass der Bund dem Antrag des Kreises zum Breitbandausbau zugestimmt und sechs Millionen Euro für den Breitbandausbau bewilligt hat. Nun gilt es aber auch diesen Ausbau so schnell wie möglich umzusetzen.“ Stark-Watzinger fordert das Land Hessen und den Hochtaunus-Kreis auf, zügig zu handeln und die Bewilligung für das Vorhaben zu erteilen, vor allem auch, da das Ausschreibungsverfahren noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird und das Geld bereits bereitsteht.

„Wir Freien Demokraten fordern überall in Deutschland ein hochleistungsfähiges Internet durch ein flächendeckendes Glasfasernetz. Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen benötigen wir dringend schnelles Internet. 50 MBit-Leitungen werden derzeit kreisweit angestrebt, obwohl eigentlich klar sein sollte, dass man diese Leistung in wenigen Jahren, wenn nicht schon heute, nicht mehr als schnelles Internet betrachten kann.“ Im Vergleich zu anderen OECD Ländern ist Deutschland mit einem Anteil von nur 1,8% Prozent Glasfaseranschlüssen an allen stationären Breitbandanschlüssen (Stand Juli 2017) weit hinter den Durchschnitt von 21,2% und bleibt damit leider immer noch Glasfaserentwicklungsland. In keinem anderen Industrieland ist der Glasfaseranteil so niedrig.